Kantonale Initiative «Grundrechte für Primaten»

Primaten zeichnen sich durch ihr grosses Gehirn, ihre komplexen Sozialstrukturen und ihre hohe physische und psychische Leidensfähigkeit aus. Auch wir Menschen gehören zu der Ordnung der Primaten und sind nahe Verwandte über dreihundert weiterer Primaten-Spezies. Leider trägt die heutige Tierschutzgesetzgebung den Interessen nicht-menschlicher Primaten kaum Rechnung.

Primaten dienen der Unterhaltung und Forschung, haben jedoch keinerlei Selbstbestimmung und können sich nicht gegen Eingriffe in ihr Leben wehren. Daher fordern wir, Grundrechte auf Leben sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit für nicht-menschliche Primaten in der baselstädtischen Kantonsverfassung festzuschreiben. Mit der Abstimmung wird im Februar 2022 gerechnet.

Unsere Argumente

  • Es steht ausser Frage, dass nicht-menschliche Primaten höchst empfindungsfähige Lebewesen sind. Sie sind uns genetisch sehr nahe und verfügen wie wir über ein hochentwickeltes zentrales Nervensystem. Indem wir den Schutz nicht-menschlicher Primaten in der Verfassung festhalten, verhindern wir viel Leid – heute und in Zukunft.
  • Die Initiative ist nicht nur eine Chance für Basel als Vorzeigekanton und die etwa 150 innerhalb der Kantonsgrenzen wohnhaften Primaten, sondern generell für die Tier- und Umweltpolitik in anderen Regionen der Schweiz und auf der ganzen Welt.
  • Mit Annahme der Initiative würden die Rechte auf Leben und Unversehrtheit im Grundrechtskatalog verankert werden. So wird der Missachtung der fundamentalsten Interessen von Primaten effektiv ein Riegel vorgeschoben.

Kontaktperson

Tamina Graber
Tamina Graber
Kampagnenleitung Primaten-Initiative
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